Lesekreis Proust

Proust - Lesekreis

zu Marcel Prousts Roman:

"Auf der Suche nach der verlorenen Zeit"

Proustlesekreis 19.05.08 (3)

Einmal im Monat treffen sich Proust-begeisterte Menschen an einem Montag für zwei Stunden zum Proust -  Lesekreis.

Von einem zum nächsten Treffen werden ca. 30 Seiten gelesen. Jede/r liest für sich zu hause und wählt einen Abschnitt heraus, den sie/er in der Runde lesen und besprechen will.

Zu Beginn des Leseabends wird der bisherige Text kurz zusammengefasst und dann der Seitenzahl folgend die aktuellen Zitate vorgelesen und reflektiert.

Der Lesekreis ist weiterhin offen für interessierte Menschen, seien sie schon Proustliebhaber/in oder neugierig eine/r zu werden. Herzlich Willkommen!

Das nächste Treffen findet statt am Montag, den

      27. November 2017 um 20 Uhr

Wir lesen im 6. Band “Die Flüchtige” von Seite 332 bis 365 zum Seitenende, S. 365  “.. worauf unverzüglich die Verlobung erfolgte.” (aus “Auf der Suche nach der verlorenen Zeit”, Suhrkamp Ausgabe).

Im Jahre 2017 wollen wir uns unter der Überschrift des Seelenjahres mit der bewußten und unbewussten Erinnerung beschäftigen. Was ist wahr und was ist Einbildung?

Im Jahr 2016 haben wir nach dem neuronalen Code unserer unbewussten Sehnsüchte und  Strebungen bei Proust geforscht.

Unter dem Motto Zeichen der Liebe bei Proust haben wir uns 2015 mit herzzerreißender Leidenschaft, fesselnder Liebe und nagender Eifersucht sowie flügelhaften flüchtigen Wesenseigenarten  beschäftigt.

In der Mitte des 5. Bandes fanden wir zentrale Aussagen des philosophischen Romans: Bergotts Tod und möglichen Eingang durch das goldene Tor des gelben Mauerstückes im Bild von Vermeer (Ansicht von Delft) in die Ewigkeit (S.263), sowie Prousts Bekenntnis auf S. 289: “Die Homosexualität aber, die in Scham und Verfolgung trotz aller Hindernisse weiterbesteht, ist die einzig wahre, die einzige, der bei dem gleichen Wesen eine Vertiefung des Geistig-Seelischen entsprechen kann.”

Eines der wunderbarsten künstlerischen Verdichtungen fanden wir in der Beschreibung von Vinteuils Kompositionen, in denen die lyrische Prosa von Proust den instrumentalen Schwingungen des Musikers sehr nahe kommt (S. 353-374).

Im Jahre 2014 befassten wir uns unter der Überschrift “Proust und der freie Wille” mit der Sehnsucht nach dem freien Willen und der Erkenntnis der Gefangenschaft in gewohnten, lieb gewordenen Denkräumen.

Der Lesekreis ist als ärztliche Fortbildung anerkannt (4 P.). Unsere Leitthemen:

2017 “Das Seelenjahr von Proust”

2016  “ Proust und der neuronale Code”

2015 “Zeichen der Liebe bei Proust”

2014 “Proust und der freie Wille”

2013 “Proust und die Arrhythmien des Herzens”

2012 “Proust und das schleichende Gift”

2011 “Proust und die Liebe zum gleichen Geschlecht”

2010 “Proust und das emotionale Gedächtnis”

2009 “Proust und die Phänomenologie der Wahrnehmung”

2008 “Proust und seine Schilderungen der unbewußten Strebungen und leidvollen Wünsche”

Veröffentlichungen von LesekreisteilnehmerInnen

Mittlerweile haben wir einiges zu der von Proust anhand der Madleine-Episode dargestellten Erinnerungsfähigkeit des Gehirns dazu gelernt und uns sinnlich und besinnlich mit der als Heiligenschein getarnten Jakobsmuschel hinter der goldenen Jungfrau zu Amiens beschäftigt und  über Tod und Auferstehung, Todes- und Geburtsboten, wie dem Engel Gabriel, sinniert.

Info und Anmeldung: Dr. Isolde de Vries, 040 - 480 45 27  

Link: www.marcel-proust-gesellschaft.de

        www.dreyfus-affair.org

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